Q

Quadratmetergewicht ->Flächenbezogene Masse bei Bedruckstoffen in g/m²
   
Querformat Druckprodukt, bei dem Schriftzeilen parallel zur langen Seite des Papierformates laufen (Beispiel: 29,7 cm x 21 cm)
   

R

Rakel Abstreifer
  Im Tiefdruck: zum Abstreifen der überschüssigen Druckfarbe.
  Im Siebdruck: zum Auftragen der Druckfarbe auf das Sieb.
   
Rakeltiefdruck Direktes Druckverfahren, auf Papier, Folien etc.; grosse Auflagen z. B. Illustrierte, Kataloge, Furniere, Tapeten.
   
Randabfallend Angeschnittene Bilder oder Flächen
   
Raster Regelmässiges Punktmuster, mit dem Halbtöne (z. B. Grau) simuliert werden können.
   
Rasterdichte oder integrale Dichte An Rastermessfeldern gemessene Dichte (D) als Verhältnis von Farbstärke, Weissraum und gedecktem Raum.
   
Rasterpunktform Definiert die Form eines Rasterpunktes. Übliche Formen sind neben dem normalen Rundpunkt der Kettenpunkt, der Linienraster, Quadrat- und Kreuzraster.
   
Rasterweite/ Rasterfrequenz Anzahl der Rasterlinien pro cm; bestimmt den Rasterpunktabstand
   
Rasterwinkelung Verändern der Rasterlineatur von der senkrecht-waagerechten Stellung durch Drehen des Rasters, gemessen in Grad.
   
Rauhsatz Variante des Flattersatzes mit einer sehr engen Flatterzone. Ein Rauhsatz hat deswegen mehr Trennungen als guter Flattersatz, aber weniger als im Blocksatz.
Rauschen Bei der Digitalisierung von Bildern mit Scannern oder mit Hilfe digitaler Kameras kommt es in besonders dunklen Bildbereichen zu farbigen Pixelmustern. Dieses sogenannte Rauschen entsteht durch fehlendes Licht.
   
Rechtsbündig Ausrichtung des Textes rechts
   
Register (-haltig) Genaues Aufeinanderstehen des Vorder- und Rückseitendrucks bei Büchern, Broschüren, Zeitschriften etc.
   
Rendering Das Berechnen realer Abbilder von räumlichen Computermodellen
   
Repro Originalgetreue Nachbildung und Vervielfältigung von Vorlagen mit Hilfe von elektronischen Verfahren (Scanner etc.)
   
Res Resolution = Auflösung
   
Retusche Massnahmen, um Abbildungen zu überarbeiten.
   
Reversibel Umkehrbar
   
RGB Abkürzung für Rot, Grün, Blau. Additiver Farbaufbau, wie er beispielsweise für die Monitordarstellung von Farben benötigt wird.
   
Ries Variable Mengenbezeichnung für Formatpapiere
   
Rillen Eindrücken von linienförmigen Vertiefungen in Karton, Papier etc.; das Rillen verhindert das Brechen oder Platzen des Werkstoffes beim Umbiegen, Aufschlagen etc.
   
Ringösenbindung Form einer Rückendrahtheftung, welche man aber durch die Ösen abheften kann.
   
RIP Raster Image Prozessor; einem Ausgabegerät (Drucker, Belichter etc.) vorgeschaltete Recheneinheit, die die PostScript-Seitenbeschreibung in ein belichtungsfähiges Bitmap umwandelt.
   
Ritzen Leichtes Einschneiden an Biegestellen schwerer Kartons oder Pappen, z.B. bei Faltschachteln
   
Rohbogen Unbeschnittener Papierbogen, der etwa 5 % grösser ist als ein DIN-Bogen um ein Beschneiden nach der Druckverarbeitung (z.B. Falzen) zu ermöglichen.
   
Rollenoffset Offsetdruck auf Material von der Rolle, im Gegensatz zum Bogenoffset.
   
Rollenoffsetdruck Indirektes Druckverfahren, Papier ab 50 g/qm bis 135 g/qm (von der Rolle), grosse Auflagen z. B. Bücher, Beilagen in Zeitungen, Kataloge, Zeitungen, Zeitschriften etc.
   
Router Hard- oder Software, die verschiedene Netzwerkzonen oder -typen verbindet. Die Daten werden paketweise von der einen Zone empfangen und protokolliert, eventuell übersetzt und dann wiederum paketweise in eine andere Zone oder ein anderes Netzwerk verschickt.
   
Rückenstichheftung/ Rückendrahtheftung Ineinander gesteckte Bogen werden im Rücken mit z. B. zwei Klammern zusammengeheftet.
   
Rupfen Herausreissen von kleineren oder grösseren Teilchen aus der Oberfläche des Bedruckstoffes durch zu geringe Oberflächenfestigkeit oder zu starkem Zug der Druckfarbe.

S

Sättigung Die Intensität eines Farbtons (Distanz von der Grauachse); auch Parameter in bestimmten Farbräumen (HSL/HSB)
   
Sammelhefter Gefalzte Bogen werden in mehreren Stationen im Sammelhefter ineinander gesteckt und geheftet.
   
Satinieren Spezielle Veredelung und Glättung der Oberfläche bei Papieren, für deren Verwendungszweck die Oberflächenqualität aus dem Glättwerk der Papiermaschine nicht ausreicht.
  Die Satinage erfolgt in einem Kalander, einem System übereinanderliegender, meist beheizter Hartpapier- und Stahlgusswalzen, durch die das Papier schlangenförmig geführt wird.
   
Satzparameter Festlegung der veränderlichen Kennzeichen und Grössenangaben für einen Text (Schriftart, Schriftgrad, Zeilenbreite usw.)
   
Satzspiegel Bezeichnung für die mit Text und Abbildungen bedruckte Rechteckfläche einer Seite. Der «tote» Kolumnentitel (Seitenzahl) und -> Marginalien zählen nicht zum Satzspiegel.
   
Scanner Einlesegerät für Bilddaten (Vorlagen werden digitalisiert)
   
Scharfzeichner Filter in Bildbearbeitungsprogrammen zur Erhöhung des Detailkontrastes, mit dem die Helligkeitsextreme an Kontrastkanten künstlich übersteigert werden.
   
Schaugrösse Schriftgrade, die für Überschriften verwendet werden (ab ca. 16 pt).
   
Schieben Fehler beim Offsetdruck; dabei wird die Druckfarbe leicht in Druckrichtung gequetscht und Rasterpunkte oder feine Elemente dabei etwas in die Länge gezogen, was den Tonwert verfälscht.
   
Schmalbahn SB = lange Seite des Papiers läuft parallel zur Laufrichtung des Papiers.
   
Schmitz Unscharfe Wiedergabe von Druckelementen auf dem Bedruckstoff
   
Schmutztitel Das erste bedruckte Blatt eines Buches (Name des Autors, Titel des Buches); steht vor dem Haupttitel und gehört zum Titelbogen.
   
Schöndruck Der erste Druck auf einem zweiseitig zu bedruckenden Bogen
   
Schön- und Widerdruck Druck der Vorder- und Rückseite eines Bogens mit zwei verschiedenen Druckplatten
   
Schrenzpapier Einfachstes AP-Papier, das ausschliesslich aus unsortiertem Altpapier hergestellt wird. Es ist meist grau, manchmal bräunlich eingefärbt und hat ein Flächengewicht von 80 g/m² und mehr (z. B. für Wellpappen).
   
Schriftfamilie Alle Schriftschnitte einer Schrift in allen Grössen (z.B. Helvetica mager, kursiv, halbfett, fett usw.). Schrift mit gemeinsamem gestalterischem und historischem Ursprung, die unter einem gemeinsamen Namen geführt wird.
   
Schriftgrad Die sogenannte Kegelhöhe einer Schrift (Höhe einer Schrift inklusive aller Unter- und Oberlängen sowie Akzente; wird meist in Punkt bzw. Point angegeben).
   
Schriftklasse Zusammenfassender Oberbegriff für Schriftfamilien mit gemeinsamen gestalterischen Merkmalen und/oder gemeinsamem historischem Ursprung. (z. B. Renaissance-Antiqua, Barock-Antiqua etc.).
   
Schriftlinie Untere Begrenzung der Buchstaben mit Mittellängen; sie sollen «Linie halten», auch wenn verschiedene Schriftgrade in einer Zeile stehen.
   
Schriftschnitt Eine einzelne Schrift innerhalb einer Familie mit bestimmten gestalterischen Merkmalen, die ihn von den anderen Schnitten seiner Familie unterscheiden (z. B. Kursivierung, Duktus etc.)
   
Schütteln Glattstossen der Bogen von Hand oder mit Maschinen.
   
Schusterjunge Erste Zeile eines Absatzes, die gleichzeitig die letzte Zeile einer Spalte oder einer Seite ist.
   
Schutzlack Druckveredelung mit Dispersionslack auf wässriger Basis in geringer Schichtdicke.
   
Schwarzaufbau Art und Weise, wie bei der Separation von einem anderen in den CMYK-Farbraum die unbunte Druckfarbe Schwarz die anderen (bunten) Grundfarben bei der Erzeugung von Grau ergänzt. Es gibt zwei unterschiedliche Arten des Schwarzaufbaus: den Bunt- und den Unbuntaufbau.
   
Schweizer Degen Setzer und Drucker in einer Person
   
Schwellenwert Grenzwert, ab dem eine Modifikation von Daten ausgeführt wird.
   
SCSI Small Computers Standard Interface; Hochgeschwindigkeitsschnittstelle zum Anschluss von Peripheriegeräten an den PC
   
Seidenpapier Unabhängig vom eingesetzten Faserstoff, alle Papiere bis zu einem Flächengewicht von 30 g/m².
   
Seitenglatt Die Anlage der Seiten einer Publikation erfolgt bereits beim elektronischen Umbruch so, dass alle Elemente sich auf der endgültigen Position befinden, die Daten seitenweise in endgültiger Form belichtet werden können und keine nachträgliche Montage irgendwelcher Elemente innerhalb der Einzelseiten erfolgen muss.
   
Seitenmontage Manueller oder elektronischer Vorgang, bei dem alle Elemente einer Seite zu einer abgeschlossenen Einheit zusammengeführt werden.
   
Sekundärfarben Mischung von zwei bunten Druckfarben einer Farbskala, z. B. Cyan + Gelb = Grün, Magenta + Gelb = Rot, Cyan + Magenta = Blau.
  Bei der Mischung der ersten Ordnung sind die Mischungsanteile beider Druckfarben gleich. Alle anderen Mischungen zählen zu Sekundärfarben der zweiten Ordnung.
   
Separation Nennt man in der Druckvorstufe die Zerlegung eines Bildes in die Grundfarben des entsprechenden Druckverfahrens zur Erzeugung der Farbauszüge, die im Zusammendruck wieder das ursprüngliche Bild ergeben.
   
Serifen An- und Absätze bei Buchstaben, wie n, h, d, A, B usw. Es gibt Schriften mit Serifen (Renaissance-Antiqua, Barock-Antiqua, Klassizistische Antiqua und serifenbetonte Linear-Antiqua; Beispiel Times, Bodoni) und serifenlose Antiqua-Schriften (z.B. Helvetica).
  Die Serifenformen sind ein wesentlicher Teil der typischen Unterscheidungsmerkmale der Schriften.
   
Serigrafie Direktes Druckverfahren, über Schablonen, auf Papier und Karton Künstlerdrucke bis zu 20 Farben.
   
Siebdruck Direktes Druckverfahren, über Schablonen bzw. Siebe, auf beliebige Bedruckstoffe (z. B. Displays Schilder, Verpackungen, Flaschen, T-Shirts etc.).
   
Skala Beim konventionellen Offsetandruck: mitgelieferter Satz an Andruckbogen, die nicht nur den vierfarbigen Zusammendruck zeigen, sondern auch die einzelnen Grundfarben und deren Zusammendruck in Druckreihenfolge.
   
SM-Papier Schreibmaschinenpapier
   
Softproof Hervorragend kalibrierter Monitor, der innerhalb gewisser physikalischer Grenzen das Ergebnis im Auflagendruck vorhersehbar macht.
   
Spationieren, Sperren Hervorheben eines Wortes durch Erweitern der Buchstabenabstände
   
Sperren Gleichmässige Vergrösserung der Buchstabenabstände bei Wörtern oder Zeilen
   
Spitzlicht Bezeichnung für einen kleinformatigen Lichterbereich in Bildern, der wesentlich heller ist als die zeichnenden Lichter und deshalb nicht nur im Druck ausbrechen, sondern bei der Festlegung der Lichter in der Scaneinstellung nicht berücksichtigt werden darf.
   
Standbogen Druckbogen, der zur Prüfung des genauen Standes aller Druckseiten oder Bildstellen ausliniert wird.
   
Stanzen Verfahren, bei dem Schlitze bzw. Aussparungen im Bedruckstoff angelegt werden.
   
Stauchfalzmaschinen Taschenfalzmaschinen, die ohne Falzschwert bzw. Falzmesser arbeiten.
   
Steindruck Direktes Druckverfahren, Lithographie auf Solnhofener Kalkschiefer, auf Papier und Karton z. B. künstlerische Druckarbeiten mit bis zu 24 Farben.
   
Stichtiefdruck Direktes Druckverfahren, auf Papier und Karton z. B. Urkunden, Wertpapiere, Banknoten, Briefmarken etc.
   
Strichvorlage Ein- oder mehrfarbige Vorlage mit gleichmässig gedeckten, scharf begrenzten Tonwerten.
   
Subtraktive Farbmischung Mischung der (nicht selbst leuchtenden) Körperfarben (Die Mischung der Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb ergibt Schwarz.)
   
SWOP Specification for web offset publications; Amerikanischer Standard für die Druckfarben; Ähnlich wie die Euroskala legt er die Farbweite der Prozessfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz fest.

T

Tack Messwert für die Zügigkeit der Druckfarbe
   
Tagesleuchtfarben Fluoreszenzfarben, die auch unsichtbare Strahlungen sichtbar erscheinen lassen und somit eine wesentlich höhere Reflexion (Strahlkraft) bei einer Beleuchtung bewirken.
   
Tampondruck Indirektes Druckverfahren, auf Kunststoffe, Metalle, Keramik etc., z. B. Kugelschreiber, Tischtennisbälle, Tassen etc.
   
Tertiärfarben Mischung aus drei bunten Druckfarben einer Farbskala oder die Mischung einer bunten Druckfarbe mit Schwarz in beliebigem Mischungsverhältnis.
   
Thermosublimation Druckverfahren für Computerdrucker, bei dem farbiges Wachs auf einer Transferfolie stark erhitzt und dabei vergast wird, in die Oberfläche eines Spezialpapiers eindringt und dort die Farbstoffe festsetzt.
   
Thumbnail Kleine Ansichtsversion eines digitalen Bildes auf dem Monitor etwa in Briefmarkengrösse.
   
Tiefe In der Reprotechnik übliche Bezeichnung für die dunklen Teile eines Bildes.
   
Tiefdruck Gruppe von Druckverfahren, bei denen die druckenden Bereiche tiefer liegen.
   
Tiegel Druckprinzip: Fläche gegen Fläche. Buchdruckmaschine im Format DIN A 4 und DIN A 3.
  Druckmaschine, die zum Eindrucken aber auch zum Stanzen, Nuten und Prägen verwendet werden kann.
   
TIFF Meist plattformunabhängiges und gängiges Bilddatenformat
   
Titelei Vorspann eines Buches mit allen Seiten vor dem eigentlichen Text (Schmutztitel, Haupttitel, Impressum, Widmung, Vorwort, Inhaltsverzeichnis, Einleitung sowie Vakatseiten = unbedruckte Seiten)
   
Tonfläche Grössere Fläche mit gleichbleibendem Tonwert
   
Tonwert Prozentualer Anteil der Abdeckung einer Fläche mit einer gerasterten Farbe.
   
Tonwertbereiche In der Reproduktionstechnik wird unterschieden zwischen folgenden Tonwertbereichen: Licht, Viertelton, Mittelton, Dreiviertelton und Tiefe.
   
Tonwertumfang Der Bereich der Tonwerte eines Bildes, der die tatsächliche Zeichnung enthält.
   
Tonwertzuwachs Durch Farbquetschung, Diffundierung der Druckfarbe in die Papierstruktur und vor allem durch den optischen Effekt des „Lichtfangs" hervorgerufene Verdunkelung eines gerasterten Farbtones.
   
Trapping Siehe Überfüllung
   
Trapping im Druck Farbannahmeverhalten z. B. Kontaktfähigkeit einer Druckfarbe im Nass-in-Nass-Druck
   
Typographie Gestaltungsarbeit mit Schriften und anderen Zeichen, bei der Lesefreundlichkeit, Funktionalität und Ästhetik eine Einheit bilden sollen.
   
Typometer Linealförmige, transparente Messskala zum Messen von Schriftgrössen, Linienstärken und Zeilenabständen